Der heutige Turn- und Sportverein Dahme geht aus dem 1948 gegründeten FC Dahme   (Fußball-Club Dahme) hervor. In der Zeit der Kriegsgefangenenlager schlossen sich einige Flüchtlinge zusammen und ließen einen Sportverein entstehen, um die harten Alltagsbedingungen in der Nachkriegszeit leichter zu ertragen. Die damalige Namensgebung ist auf die tragende Sparte des Vereins, dem Fußballsport, zurückzuführen. Dabei hieß es aber schon in der ersten Satzung des Clubs von 1949, daß “der Verein sich nicht nur auf die Pflege des Fußballsportes beschränkt, sondern bemüht ist, je nach vorhandenen Bedürfnissen, alle vorkommenden Sportarten zu betreiben”. Die Umbenennung in den TSV Dahme fand dann 1954 im Zuge der Zusammenlegung des SV Dahme und des FC Dahme statt. Der damalige Mitgliedsbeitrag pro Monat betrug ganze 60 Pfennig für Erwachsene und sogar nur 40 Pfennig für Jugendliche unter 18 Jahren. Unter Punkt 7 - Training - wurde schon in der ersten Satzung des Vereins folgendes gesagt: Am intensiven Training teilzunehmen, ist unbedingte Pflicht eines jeden Aktiven. Die beim Training gezeigten Leistungen sind Grundlage für die Aufstellung der Mannschaften Von diesem Pflichtbewußtsein können heutige Trainer im Amateurfußball nur träumen. Andere Interessen und Bequemlichkeit geben den meisten Trainern heute keine Chance, das Training als Grundlage für die wöchentlichen Aufstellungen zu nehmen. Die Farben der ersten Vereinstracht wurden zunächst mit blauem Hemd und roter Hose festgelegt. Da die Anschaffung geeigneter Sportbekleidung zu dieser Zeit schwer und teuer war, entschlossen sich die Fußballer kurzerhand, die Hemden und Hosen eigenständig in die Vereinsfarben zu färben. Aber auch sonst zeigten sich die fußballbegeisterten jungen Männer äußerst einfallsreich. Zur Anfertigung von Paßbildern für die Spielberechtigungen der einzelnen Spieler wurde einfach eine Decke aufgehängt, die als neutraler Hintergrund dient, und “Knips” waren einheitliche Bilder gemacht und die Kosten für einen Fotografen waren gespart. Auch das Schuhwerk war in der Nachkriegszeit ein kostbares Gut. An richtige Fußballschuhe war für die meisten nicht zu denken. So wurde die gute Beziehung zum Dahmer Schuster Adam Barzak ausgenutzt, der den jungen Leuten gerne mit Rat und Tat zur Seite stand. Als “Basismodell” diente ein normaler Straßenschuh, bei dem einfach die Hacke abgeschlagen wurde. Schnell ein paar Stollen untergenagelt und schon konnte die Jagd nach dem runden Leder beginnen. Die Stollen wurden aus ausgestochenen Lederflicken zusammengesetzt und gaben bei jeder Witterung besten Halt auf dem grünen Rasen. Der Sportplatz befand sich zur Zeit der Vereinsgründung am Strand, zwischen dem heutigen Nysted-Platz und dem Kursaal. Der jetzige Kursaal wurde teilweise auf dem Gelände des damaligen Sportplatzes gebaut. Das 1952 vom Landessportverband gewährte Darlehen in Höhe von 3.000 DM wurde dann auch ausschließlich für die Herrichtung des Platzes verwendet. Vor allem der Windschutz und die Einfriedung des Sportplatzes standen dabei im Mittelpunkt der Aktivitäten. Durch die Nähe zur Ostsee war es daher auch keine Seltenheit, daß einige Fußbälle sich ins Wasser verirrten. Im Sommer war das Herausholen der Bälle aus der Ostsee vielleicht eine willkommene Abkühlung während anstrengender 90 Minuten, doch gerade in den kalten Wintermonaten hatte man bei ablandigem Wind kaum eine Chance, die verschossenen Bälle wieder einzufangen. Wenn Gerd Podlech nicht gewesen wäre , hätte das Meer noch viele weitere Bälle verschlungen. Gerd Podlech scheute weder Wind, noch tiefste Wintertemperaturen und stürzte sich ohne zu zögern in die Fluten, um nach der kurzen Spielunterbrechung unverzüglich weiter auf Torejagd zu gehen. Aber die nahe Ostsee brachte noch weitere Probleme. Der frische Seewind wehte trotz Windschutz immer wieder den feinen Sand des Strandes auf den Sportplatz. So mußte mindestens zweimal im Jahr an der Seeseite des Sportplatzes die angewehte Düne zurückgeschaufelt werden. Natürlich wurde auch diese Arbeit in Eigenregie der Sportler durchgeführt, damit man wieder ungehindert seinen Lieblingssport ausüben konnte und auch den Gegnern einen geeigneten Platz zur Verfügung stellen konnte.